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Langfristiger eLearning-Einsatz für die WestLB
wbi realisiert ''Trainingpoint'' für 25.000 Mitarbeiter an 150 Standorten
Ein umfassendes Migrationsvorhaben im Bankenbereich erzeugt naturgemäß einen sehr großen Schulungs- und Trainingsbedarf. Vor dieser Herausforderung stand auch die WestLB, als sie 1999 ein B2B Wertpapierhaus für Sparkassen gründete und zeitgleich eine neue Software für das Front- und Backoffice einführen wollte.

Ausgangssituation
Die neue Software WPServe für das Front- und Backoffice der Wertpapierverwaltung musste eingeführt und ca. 17.000 unterschiedlich qualifizierte Anwender an über 150 Standorten in Deutschland in der Anwendung dieser Software geschult werden. Diese Maßnahme sollte innerhalb eines Jahres abgeschlossen und die Gesamtschulungsmaßnahme (WPS-Trainingpoint) später in den Regelbetrieb übernommen werden. Dies zieht naturgemäß eine erhebliche Veränderung der Organisations- und Verwaltungsprozesse nach sich. Darüber hinaus gestalten sich Beratungs- und Research-Aufgaben der Betreuer vor Ort vollständig neu.


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Bis heute (Stand Ende 2001) sind über 120.000 Mitarbeiter mit dem von wbi produzierten CBT/WBT ''WPS-Trainingpoint'' für die Wertpapierverwaltungs-Software WPServe geschult worden.




Die Aufgabenstellung des WPS-Trainingpoint-Konzepts:
1. Inhaltlich: Die Vorbereitung auf die Integration einer neuen Software, die Vorbereitung von Multiplikatoren auf eine zeitlich eng gefasste Schulung, die Ausbildung von Mitarbeitern im produktiven Einsatz und die Weiterbildung von Multiplikatoren und Mitarbeitern in sich verändernden Arbeitsabläufen und Aufgabenbereichen.

2. Logistisch: Die terminlich und inhaltlich punktgenaue Ausbildung einer sehr großen Anzahl von unterschiedlich qualifizierten und zu qualifizierenden Anwendern, bei gleichzeitig starker räumlicher Verteilung.

Rahmenbedingungen:
Mit der Gründung einer Spezialbank für das Wertpapiergeschäft zum 1. Juni 1998 haben die Westdeutsche Landesbank, die LRP Landesbank Rheinland-Pfalz und die Landesbank Schleswig-Holstein die Grundlage für eines der umfangreichsten Migrationsvorhaben in der Bankgeschichte gelegt: Durch die Einführung einer neuen, einheitlichen Software für das Wertpapier-Back-Office (WPServe) sollen

1. maßgebliche Einsparungen erreicht und an die Kunden des Hauses weitergegeben werden, die Arbeitsprozesse in den Instituten verschlankt und effektiviert werden und

2. das umfangreiche Serviceangebot der Landesbanken gebündelt und transparenter gemacht werden.

Projektbeschreibung
Markt- und Branchenkonformität
Der effektive Einsatz moderner Software im Wertpapiergeschäft ist für die angeschlossenen Geldinstitute von strategischer, existentieller Bedeutung. Der Marktdruck – erzeugt durch die stetig steigende Zahl von Marktteilnehmern und ständig sinkenden Margen bei gleichzeitig teils drastisch erhöhtem Transaktionsaufkommen – zwingt zur Rationalisierung.
Darüber hinaus stehen die Institute durch die aktuelle Gesetzgebung und die wachsenden Ansprüche ihrer Kunden vor einem Qualifizierungsproblem: Mitarbeiter müssen sich nicht nur in immer komplexer werdenden Informations- und Verwaltungssystemen bewegen – sie benötigen auch ein weitaus tieferes Verständnis vom Wertpapiergeschäft als dies bisher notwendig war. Das WPS-Trainingpoint-Konzept trägt dieser Entwicklung Rechnung, indem es dem Anwender grundlegende systematische Lösungen anhand einer Originalsimulation anbietet, bevor das System tatsächlich zum Einsatz gelangt. Nach der Einführung des Systems konzentriert sich der Mitarbeiter so auf die Lösung fachlicher oder Workflow-orientierter Probleme.

Teilnehmer- und Aufgabenorientierung
Das Trainingskonzept wurde an im Vorfeld ermittelten Schlüsselgeschäftsvorfällen ausgerichtet, um sicherzugehen, dass die Inhalte sowohl der Multiplikatorenschulung als auch des Trainingpoints an den tatsächlichen Prozessen beim Kunden orientiert sind.


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Das Trainingskonzept stützt sich auf modular aufgebaute Inhalte. D.h., da nicht alle Teilnehmer der Maßnahme auch tatsächlich alle Informationen benötigen, bestand die Möglichkeit, ausschließlich bestimmte Inhalte zu trainieren. Die dazu notwendigen Lernprofile wurden für jeden (!) Endanwender durch den Multiplikator erstellt.

Fachkompetenz
Konzeption und Durchführung des Seminars liegen in der Hand zweier eng zusammenarbeitender Teams:

Das Schulungsteam WPServe der WPS WertpapierService Bank AG besteht aus sechs ausgesuchten Wertpapierspezialisten der Westdeutschen Landesbank. Im Schnitt verfügen die Teammitglieder über 10- bis 15-jährige Erfahrung in den Bereichen Wertpapierverwaltung und Orderabrechnung. Alle Mitglieder des Schulungsteams verfügen über eine fundierte Trainerausbildung und sind als Dozenten für die Sparkassenakademie oder WestLB Akademie Schloss Krickenbeck tätig. Herr Dieter Bock (Projektleitung) verfügt zusätzlich über die Ausbildereignung (IHK).

Die Firma wbi - wissensbasierte informationssysteme produziert seit fünf Jahren computer- und internetgestützte Schulungs- und Trainingssysteme u.a. für IBM, Bayer und SAP. Umfangreiche Erfahrungen existieren im Aus- und Weiterbildungsbereich durch verschiedene Dozenturen und Lehrtätigkeiten im Bereich Neue Medien.

Seminarkonzeption
Das Seminar verbindet ein klassisches Multiplikatorenkonzept mit dem konsequenten Einsatz interaktiver Medien (WPS-Trainingpoint). Aus Sicht des Multiplikators dauert eine Seminarphase ca. 14 Wochen, aus Sicht des Endanwenders ca. 4 Wochen. In dieser Phase werden folgende Inhalte nach Bedarf vollständig oder teilweise vermittelt:

· Aufbau der gesamten Schulungsmaßnahme – u.a. Zeitplanung für Multiplikatoren
· Vollständiger Überblick über den Aufbau von WPServe (ca. 60 Produktionsbereiche)
· Vollständige Abbildung aller Funktionsbereiche von WPServe (ca. 300 Einzelsysteme)
· Originalsimulation der wesentlichen Handlungsabläufe im System (ca. 40 Anwendungsfälle)
· Einsatz des WPS-Trainingpoint als Schulungs- und Weiterbildungsinstrument

Die Maßnahmen und der Ablauf aus Sicht eines Multiplikators:
. 12 Wochen vor Migration: Vorstellung des Trainingskonzeptes auf zentraler Veranstaltung,
. 10 Wochen vor Migration: Vorbereitende Unterlagen zur systematischen Durchführung des Seminars,
. 8 Wochen vor Migration: Aufbau des Trainingpoints & Einweisung durch Fachtrainer vor Ort in Handhabung und Zeitmanagement,
. 5 Wochen vor Migration: Multiplikatorenschulung

1. Tag: Einführung in die Software
2. Tag: Aushändigung des Multiplikatorenkoffers, Einweisung in die Didaktik des Multiplikatorenkoffers, Einweisung in den effektiven Einsatz des ''WPS-Trainingpoint'' für das Mitarbeitertraining.

. 4 Wochen vor Migration: Inhouseschulung durch die Multiplikatoren mit Hilfe des Trainingskoffers und ''Trainingpoint'', Gruppen- und Einzelschulungen durch die Multiplikatoren.
. 3 Wochen vor Migration: Freischaltung der Hotline für Multiplikatoren, Feedbackinstanz für Fragen zur Schulung.
. 1 Woche vor Migration: Auslieferung des UserGuides für die Mitarbeiter. Freischaltung der Hotline für Migrations- und Produktionsfragen (Live-Betrieb).

Migration
. 2 Wochen nach Migration: Nachschulung von Mitarbeitern mit Hilfe des Trainingpoints.

Zielgruppenadäquate Seminargestaltung
Alle Schulungsmedien sind nach einem einheitlichen Schema aufgebaut: Sowohl Handbuch und Schulungsunterlagen (Multiplikatorenkoffer) als auch die Multiplikatorenschulung und der ''WPS-Trainingpoint'' folgen einer jederzeit wiedererkennbaren Struktur:

· Auf eine theoretische Einführung, die das systematische und das fachliche Phänomen beschreibt und eingrenzt, folgt immer ein thematisch abhängiger Anwendungsfall mit anschließender Simulation, in der der Anwender selbst tätig werden muss. Das heißt, bevor detaillierte Informationen zu einzelnen Funktionsbereichen dargestellt werden, hat der Anwender einen handlungsorientierten Einstieg erhalten, der ihn in die Lage versetzt, systematische Fragen zu formulieren. Die Fragen werden dann anschließend in so genannten differenzierten Darstellungen beantwortet.

· Durch die fachliche Aufschlüsselung der Themenbereiche wird sichergestellt, dass sich sowohl Multiplikator als auch Anwender gemäß ihrem Arbeitsalltag mit dem Lerninhalt identifizieren können. So steht ein Lernmodul unter der Überschrift „So erfassen Sie eine Order“ und nicht unter „so funktioniert der Bereich TRC 7000320“.

Erlebnischarakter
Als ein zentraler Motivationsfaktor wird der ''WPS-Trainingpoint'' eingesetzt: Als optisch ansprechendes und technologisch hochwertiges Mini-Lernzentrum zieht er die Aufmerksamkeit unmittelbar am Einsatzort auf sich. Die eingesetzte Trainingssoftware arbeitet mit allen didaktisch wirksamen Techniken der Visualisierung und der Akustik (Sprache & Aktionsfeedback).
Für die meisten Teilnehmer an der Schulungsmaßnahme ist der Einsatz dieses mobilen ''Trainingpoint'' etwas vollständig Neues. Dadurch, dass sich Endanwender immer nur nach Vorbereitungen durch einen im Einsatz des Trainingpoints geschulten Multiplikators mit der Lernumgebung auseinandersetzen und vorab für ihn zugeschnittene Lernprofile erstellt wurden, wird sichergestellt, dass sich kein Anwender überfordert oder unterfordert fühlt.

Der Vorher/Nachhereffekt wird dann besonders offensichtlich, wenn sich der Anwender später mit dem Originalsystem beschäftigt. Die Bedienung des Systems ist ihm vollständig vertraut, alle gängigen Anwendungsfälle werden bereits beherrscht und die Belastung der internen als auch der externen Hotline nimmt dramatisch ab.

Consulting
Für die gesamte Projektdauer oblag wbi die fachliche und organisatiorische Begleitung des Projektes. So haben wir das Geschäftsmodell entwickelt, die Budgetplanungen durchgeführt und die Aufbauorganisation betrieben. Mit nur einer einzigen Projektkonsolidierungsphase konnten dann die durch wbi ausgeprochenen Empfehlungen über den geplanten Zeitraum von 2 Jahren ausgeführt werden. Das geplante Budget wurde eingehalten.

Research
Im Rahmen der Schulungsmaßnahme wurden ca. 120 Sparkassen zum derzeitigen Einsatz technologiegestützter Lernszenarien, zur Hardwareausstattung und zum Erfahrungsstand der Mitarbeiter in Bezug auf eLearning befragt. Die Ergebnisse dieser Studie wurden in die Entwicklung des Trainingpoint-Konzeptes eingearbeitet und trug so maßgeblich zum Erfolg der Maßnahme bei.

Schulung
wbi hat sowohl bei der Ausbildung der WestLB-Mitarbeiter als auch bei der Einführung des ''Trainingpoint'' bei über 120 Schulungen mitgewirkt.
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